Gebetsaufruf für LUGANSK – Gott sei Europa Gnädig

23.10.2018  (lese auch unten 29.10.2018 + 10.11.2018) Soeben erreichte mich ein Aufruf aus Lugansk (Ukraine), datiert auf den 17.10.2018, dass sich die Situation der Gläubigen dort dramatisch ändert. Die Leiter der Gemeinden wurden von den Behörden versammelt und ihnen hat man mitgeteilt, dass alle kirchlichen Gebäude den Gemeinden nicht mehr gehören d.h. sie enteignet sind. Gleichzeitig hat man alle Versammlungen von Gläubigen über 5 Personen untersagt und dieses unter Strafe gestellt. Adventisten sind als extremistische Organisation eingestuft und ganz verboten worden. Christen versuchen noch das Inventar aus Gemeindehäuser herauszuholen, solange es noch möglich ist. Die Menschen sind in Unruhe und Verwirrung. — Diese Information wurde mir heute durch einen verantwortlichen Geistlichen aus Kiev bestätigt. BITTE BETET – DER HERR (JHWH) ALLEIN IST UNSER SCHUTZ UND SCHILD! SCHALOM / Peter ADOLF

29.10.2018 Habe gestern ein Telefonat mit Brüdern aus der Ukraine geführt. Die Lage im Gebiet um Lugansk (in der Region als „Lugansker Volksrepublik“ bekannt) ist unverändert. Internationale Bemühungen/Anfragen wurden nicht gehört, zumindest gibt es keine konstruktive Reaktionen. Dieses betrifft NICHT die anderen Gebiete „separatistischer Besetzung“ wie z.B. Donezk (vielleicht noch nicht)! Meines Wissens hatte der Konflikt eine Vorgeschichte und viele Hinweise im Vorfeld. Die neue regionale Regierung forderte alle christlichen Gemeinden auf, schon Anfang des Jahres 2018 (vielleicht auch etwas früher) sich als Gemeinden gemäß des geltenden Rechts in der Region als geistliche „Juristische Person“ registrieren zu lassen. Die meisten empfanden es als Kontrolleingriff und einen Beginn von Christenverfolgung – zumindest wurde es in dieser Form nicht ohne Grund in sozialen Medien diskutiert. Besonders im Visier standen Kirchen und Gemeinden, deren Zentren nicht in Lugansk oder auf dem Territorium der Russischen Föderation waren. Daraufhin hat die Administration von Lugansk die Baptistenvereinigung (mit der Zentrale in Kiev) sowie Adventisten als „Extremistisch“ eingestuft und verboten. Die offiziellen Vorwürfe übersteigen in ihrer Art (die Art die Wahrheit zu verzerren) selbst die Vorgehensweisen des KGB in den 1970er Jahren, von denen ich als 13-jähriger Sohn eines Pastors in Kasachstan Kenntnis genommen hatte. Die Gesetzesvorlage, einschließlich der vorgesehenen Einschränkungen in Lugansk, war bereits Anfang 2018 auf verschiedenen Seiten im Internet (russischsprachige Quellen) diskutiert worden. Enteignungen und Einschränkungen gelten nun allen christlichen Kirchen und Organisationsstrukturen, die die geforderte Registrierung nicht geschafft haben – es bleibt die Frage, ob es nicht von vorneherein so gewollt und geplant war. Zu bemerken ist auch, dass die Russisch-Orthodoxe Kirche von diesen Maßnahmen nicht betroffen ist.

Alles dies erinnert an die Antiterrorgesetze der Russischen Föderation, die seit Juni 2016 eine neue Dimension erreichten und in ihrer breiten Definition von Extremismus den Gemeinden vor Ort das Leben sehr schwer machen… Gott sei unseren Geschwistern in Lugansk und anderen Regionen mit Verfolgung gnädig… Bitte betet weiter, dass der Wille des Allmächtigen Gottes geschieht und ER Sein Reich zu Seiner Zeit aufrichtet. Peter ADOLF

10.11.2018 Nach den mir vorliegenden Informationen aus Kiev, ist die Situation im Lugansk-Gebiet trotz Bemühungen unverändert. Die Behörden sind an keinen Gesprächen interessiert. Der Plan war von weit her vorbereitet und hatte von Anfang an zum Ziel, geistliches Leben außerhalb der Russisch Orthodoxen Kirche (die sich Politisch Systemkonform verhält – wobei nicht klar ist, von wem die eigentlichen Impulse zu solchen Entscheidungen ausgingen) einzuschränken oder sogar zu ersticken. Dutzende Personen sind aus diesem Gesetzeshintergrund bereits in Haft, wobei es zum jetzigen Zeitpunkt hierzu keine zuverlässige Zahlen gibt. Besorgniserregend ist diese Entwicklung für unsere Wahrnehmung wegen der räumliche Nähe in Europa. Es geht hier nicht um die Stigmatisierung eines politischen Systems, sondern vielmehr um Animation zur Wachsamkeit und die Schärfung des Verständnisses unserer geistlichen Verantwortung für Brüder und Schwester. Kein Politisches System besteht aus „Engeln“ solange der Fürst dieser Welt noch nicht in Ketten liegt (Offb.20:2) und Yeschua (Jesus) sein Reich auf diesem Planeten aufgerichtet hat (Offb.20:4)

Wir stehen in der Zeit von schnellen Veränderungen. Viele von solchen werden uns, als Gläubige, nicht schmecken. Gottesfürchtige, die gelernt haben auf Gottes Stimme zu hören, werden im Vorteil sein. 1.Tess.5 (LÜ):16 Seid allezeit fröhlich, 17 betet ohne Unterlass, 18 seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.SCHALOM aus Chemnitz / Peter ADOLF

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